Wer beginnt, sich mit der Hundeernährung auseinander zu setzen, stolpert zwangsläufig über den Begriff “Bedarfsdeckung”.

Was bedeutet denn eine bedarfsdeckende Ernährung?
Und warum ist diese so wichtig?

Wie wir Menschen, haben auch unsere Hunde einen Bedarf an gewissen Nährstoffen. Wird dieser Bedarf nicht gedeckt, können ggf. bestimmte Stoffwechselvorgänge nicht stattfinden.

Wie beim Bau einer Burg: Ohne die passenden Steine, kann die Burg nicht fertig gestellt werden.

Fehlen “nur” an den Turmzinnen ein paar Steinchen, tut das dieser Burg (auf den ersten Blick) keinen großen Abbruch. Die Mauern stehen, die Burg bietet Schutz. Durch den nicht fertiggestellten Turm ist es jedoch nicht möglich, Feinde frühzeitig zu entdecken und dementsprechend abzuwehren. Müssen keine Feinde abgewehrt werden, scheint es kein Problem zu geben. Allerdings wird am nicht nutzbaren Turm als erstes der Zahn der Zeit ansetzen und beginnen zu arbeiten. Langsam, aber kontinuierlich.

Somit haben selbst diese unscheinbaren fehlenden Bausteine im Nachhinein gegebenenfalls doch eine recht große Auswirkung. Eine Mangelversorgung kann ein Hundekörper oft über eine längere Zeit unbemerkt ausgleichen – irgendwann jedoch meist nicht mehr und es machen sich Krankheiten bemerkbar.

Bedeutet: Viel hilft viel?

Auch das nicht – Wird unsere Burg mit Bausteinen überhäuft, haben die Bewohner keine Zeit für die Feindes-Sichtung, denn sie sind mit dem Abtragen der Steinberge beschäftigt. 

Selbiges geschieht auch im Hundekörper – eine Überschwemmung mit Nährstoffen kann die Andockstellen für andere Nährstoffe blockieren und somit ebenfalls für einen unnötig verkomplizieren Ablauf im Stoffwechsel des Hundekörpers sorgen.

Deswegen beinhaltet das Thema “Bedarfsdeckung” nicht nur Mangel-Ausgleich, sondern auch den Blick auf einen gesunden Rahmen der Nährstoffversorgung.

Manche Organe, wie beispielsweise die Schilddrüse, können ganz schön pingelig auf eine Unter- oder Überversorgung reagieren.

Achten wir bei der Fütterung also schon auf eine gesunde und bedarfsgerechte Versorgung des Hundekörpers, bleiben diesem mehr Kapazitäten für die notwendigen und wichtigen Abläufe – anstatt sich mit Lücken oder der Beseitigung von “Bauschutt” beschäftigen zu müssen.